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Krananschlagen: Hardwarelösungen für Turmdrehkrane

Veröffentlicht: 28. April 2025

Was bedeutet Krananschlagen?

Krananschlagen bezeichnet das Vorbereiten und Sichern von Lasten, bevor sie mit einem Kran gehoben werden. Dazu gehört die Auswahl der passenden Ausrüstung, ihre korrekte Befestigung an der Last und die Sicherstellung, dass alles ausbalanciert und stabil ist, bevor der Hub beginnt.

Kranarten beim Anschlagen

Der Hauptzweck des Anschlagens besteht darin, schwere Geräte und Materialien sicher an die Orte zu transportieren, an denen sie benötigt werden.

Bei Anschlagarbeiten kommen häufig verschiedene Krantypen zum Einsatz:

  1. Mobilkrane – Diese vielseitigen Maschinen verfügen über Räder oder Raupenketten, mit denen sie sich auf Baustellen bewegen können.
  2. Turmdrehkrane – Diese hohen Konstruktionen kommen üblicherweise auf Baustellen zum Einsatz. Sie sind fest installiert und bieten beim Bau eine große Höhe und Reichweite.
  3. Brückenkrane – Diese Krane finden sich in Fabriken und Lagerhallen und bewegen sich auf Schienen an der Decke.
  4. Lkw-Ladekrane – Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Lkw mit kleinen montierten Kränen, ideal für leichtere Lasten und Arbeiten, bei denen Mobilität gefragt ist.

Gängige Anschlagmittel

Diese Ausrüstung kommt regelmäßig zum Einsatz:

Anschlagmittel – Anschlagmittel aus Drahtseil, Kette oder synthetischen Materialien werden um Lasten gelegt und bilden Anschlagpunkte:

  • Drahtseilgehänge: robust und abriebfest
  • Kettengehänge: langlebig und für raue oder heiße Lasten geeignet
  • Textile Anschlagmittel: leichter und schonend zu empfindlichen Lasten

Schäkel – Diese U-förmigen Metallteile mit herausnehmbaren Bolzen verbinden Anschlagmittel mit Haken und anderen Anschlagkomponenten.

Haken – Als Verbindung zwischen Kran und Anschlagmitteln sind Haken mit Sicherungsfallen ausgestattet, die ein Abrutschen der Last verhindern.

Traversen – Beim Heben langer Gegenstände verteilen diese horizontalen Träger das Gewicht gleichmäßig und sorgen für Stabilität.

Sicherheitsstandards für das Krananschlagen

OSHA-Vorschriften für das Krananschlagen

Die Occupational Safety and Health Administration (OSHA) stellt konkrete Anforderungen an Anschlagarbeiten mit Kränen. Nach der Norm 1926.251 müssen alle Anschlagmittel vor jeder Schicht und bei Bedarf während des Einsatzes geprüft werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Die OSHA untersagt das Ruckbelasten, da dadurch Ausrüstung beschädigt und Unfälle verursacht werden können. Alle Beschäftigten müssen sich von schwebenden Lasten fernhalten. Beim Spannen dürfen Hände und Finger niemals zwischen Anschlagmittel und Last geraten.

Bei Stahlbaumontagen schreibt die OSHA-Norm 1926.753 vor, dass Krane vor jeder Schicht von einer sachkundigen Person einer Sichtprüfung unterzogen werden. 

Richtlinien zur Tragfähigkeit

Beim Anschlagen einer Last darf die zulässige Tragfähigkeit der Ausrüstung niemals überschritten werden. Für Ihr Anschlagsystem gelten Gewichtsgrenzen, die unbedingt einzuhalten sind. 

Wichtige Aspekte zur Tragfähigkeit:

  • Beachten Sie die Herstellerangaben für alle Anschlagmittel
  • Berücksichtigen Sie das Gewicht sowohl der Last als auch der Anschlagmittel
  • Beachten Sie Umwelteinflüsse wie Wind, die die Stabilität beeinträchtigen können
  • Berücksichtigen Sie die Anschlagwinkel, da Schrägzug die Tragfähigkeit verringert

Ziehen Sie ein Anschlagmittel niemals unter einer Last hervor, wenn diese darauf aufliegt. Dadurch kann die Ausrüstung beschädigt werden und es können gefährliche Situationen entstehen.

Techniken zum Krananschlagen

Anschlagarten

Bei der Planung eines Hubes muss die passende Methode anhand des Gewichts, der Form und des Schwerpunkts der Last gewählt werden. Zu den gängigsten Anschlagarten zählen der direkte Anschlag, der Schnürgang und der Korbgang.

Beim direkten Anschlag wird das Anschlagmittel direkt an der Last befestigt. Diese Methode eignet sich gut für Gegenstände mit integrierten Anschlagpunkten.

Beim Korbgang wird das Anschlagmittel um die Last gelegt. Das sorgt für mehr Stabilität und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. Diese Methode eignet sich für unförmige Gegenstände.

Beim Schnürgang zieht sich das Anschlagmittel unter Spannung um die Last fest. Diese Methode eignet sich, wenn die Last sicher umschlossen werden muss.

Berechnungen für das Anschlagen

Die Berechnung des Lastgewichts und der Tragfähigkeit der Anschlagmittel ist für einen sicheren Kranbetrieb unerlässlich. Vor der Auswahl der Anschlagmittel müssen Sie das genaue Gewicht der Last kennen.

Mit dieser einfachen Formel können Sie feststellen, ob Ihre Anschlagmittel ausreichend dimensioniert sind:

  • Tragfähigkeitsgrenze (WLL) × Anzahl der Stränge × Winkelfaktor = Gesamttragfähigkeit

Der Winkelfaktor sinkt, je flacher der Anschlagwinkel ist:

  • Winkel 90° = Faktor 1,0
  • Winkel 60° = Faktor 0,87
  • Winkel 45° = Faktor 0,71
  • Winkel 30° = Faktor 0,50

Der Sicherheitsfaktor beträgt bei den meisten Anschlagarbeiten üblicherweise 5:1.

Anschlagen an Turmdrehkranen

Fachgerechtes Anschlagen sichert schwere Lasten, verteilt das Gewicht gleichmäßig und verhindert Unfälle durch Geräteausfälle, verrutschende Lasten oder strukturelle Ungleichgewichte.

Wichtige Anschlagkomponenten

Drahtseile bestehen aus mehreren Stahldrahtlitzen, beispielsweise in den Ausführungen 6×19 oder 6×37, die Flexibilität und Festigkeit gewährleisten.

Sie werden zum Heben schwerer Lasten wie Stahlträgern, vorgefertigten Bauteilen und Baumaterialien verwendet.

Ein Seil muss ausgemustert werden, wenn innerhalb einer Länge von sechs Seildurchmessern 5 % der Drähte gebrochen sind oder sichtbare Korrosion, Abplattungen oder Knicke vorliegen.

An Turmdrehkranen kommen textile Anschlagmittel zum Einsatz, die sich ideal für empfindliche oder nicht scheuernde Lasten eignen.

Es gibt verschiedene Arten:

• Hebebänder: für allgemeine Hebearbeiten geeignet.

• Rundschlingen: höhere Tragfähigkeit und widerstandsfähig gegen scharfe Kanten.

Hebezeugketten bestehen aus hochfestem legiertem Stahl (z. B. Güteklasse 80 oder 100) und sind langlebig sowie hitzebeständig.

Verbindungselemente und Zubehör

Schäkel

An Turmdrehkranen werden üblicherweise vier Arten von Schäkeln verwendet:

  • D-Schäkel: Für vertikale Lasten konzipiert; häufig für direkte Hakenverbindungen verwendet.
  • Bügelschäkel (Omega-Schäkel): U-förmig, für multidirektionale Lasten geeignet und ideal für unförmige Gegenstände.
  • Schnellverschlussschäkel: Mit Federbolzen für schnelles Montieren und Demontieren in temporären Aufbauten.
  • Schraubbolzenschäkel: Mit Gewindebolzen für dauerhafte oder hochbelastbare Verbindungen (z. B. zur Verankerung von Turmdrehkranen).

Haken

An Turmdrehkranen kommen folgende Haken zum Einsatz:

  • Einzelhaken: für mittelschwere Lasten.
  • Doppelhaken: Ermöglichen das ausgewogene Heben schwerer Gegenstände.
  • Wirbelhaken: Ermöglichen eine 360°-Drehung und verhindern so das Verdrehen des Seils.

Haftungsausschluss: Anschlagsysteme für Turmdrehkrane erfordern eine sorgfältige Auswahl der Komponenten, die Einhaltung von Sicherheitsstandards und die Integration moderner Steuerungstechnologien. Umfassende Richtlinien finden Sie in Normen wie ​​JGJ 196-2010​​ und ​​ASME B30.26​​. 

Der Kauf von Ihurmo-Produkten bedeutet:

• Detaillierte Anleitungen zur Installation von Turmdrehkranen
• Schritt-für-Schritt-Tutorialvideos 
• Umfassender technischer Support durch zertifizierte Ingenieure

Unser Ingenieurteam gewährleistet eine reibungslose Umsetzung – von der ersten Einrichtung bis zur abschließenden Sicherheitszertifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Wofür werden Spannschlösser an Turmdrehkranen verwendet? 

Spannschlösser, auch als Wantenspanner bekannt, sind wichtige Komponenten zur Spannungseinstellung in Turmdrehkransystemen.

Sie bestehen aus einer Gewindehülse und zwei entgegengesetzt angeordneten Gewindestangen. So lässt sich die Länge präzise einstellen, um die optimale Spannung von Kabeln oder Konstruktionen aufrechtzuerhalten. 

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