
Handzeichen für Kräne dienen als universelle Sprache, die die Kluft zwischen Kranführern und Bodenpersonal überbrückt und einen sicheren und effizienten Betrieb in Umgebungen ermöglicht, in denen eine verbale Kommunikation aufgrund von Entfernung, Lärm oder anderen Barrieren unmöglich sein kann.
Wenn ein Kranführer hoch oben in seiner Kabine sitzt, ist seine Sicht oft eingeschränkt. Hier werden Kransignalgeber zu wesentlichen Bestandteilen jedes erfolgreichen Hebevorgangs. Die von ihnen verwendeten Handzeichen stellen ein standardisiertes System dar, das es ihnen ermöglicht, klar und präzise mit dem Kranführer zu kommunizieren.
OSHA 1926.1419 bietet den regulatorischen Rahmen für diese standardisierten Signale und gewährleistet branchenweite Konsistenz.
Gemäß OSHA 1926.1428 dürfen nur qualifizierte Personen als Signalpersonen fungieren. Zu diesen Qualifikationen gehören:
- Kenntnis der Standard-Handzeichen für den jeweiligen Krantyp, der bedient wird
- Kompetenz im Umgang mit diesen Signalen
- Verständnis des Kranbetriebs und seiner Einschränkungen
- Wissen, wann es angebracht ist, Handzeichen im Vergleich zu anderen Kommunikationsformen zu verwenden
- Fähigkeit, effektiv mit dem Kranführer zu kommunizieren
Grundprinzipien wirksamer Kran-Handsignale
Klarheit und Sichtbarkeit
Damit Handzeichen wirksam sind, müssen sie für den Kranführer klar und deutlich zu erkennen sein. Das bedeutet:
- Signale sollten mit bewussten, deutlichen Bewegungen gegeben werden
- Die Einweiser sollten sich so positionieren, dass der Bediener sie deutlich sehen kann.
- Signale sollten mit dem gesamten Arm und nicht nur mit der Hand gegeben werden, um die Sichtbarkeit aus der Ferne zu erhöhen
- Um die Signalperson hervorzuheben, sollte kontrastreiche Kleidung getragen werden
Um Verwirrung zu vermeiden, legen die OSHA-Vorschriften fest, dass der Kranführer immer nur auf Signale einer Person reagieren darf. Die Ausnahme von dieser Regel ist das Nothaltsignal, das der Kranführer befolgen muss, egal wer es gibt.
Standard-Handzeichen für Kranarbeiten
Grundlegende Richtungssignale
Stopp – Nothalt
Ausführung: Strecken Sie den Arm mit der Handfläche nach unten seitlich aus und bewegen Sie ihn dann horizontal vor und zurück.
Was es kommuniziert: Dieses Signal zeigt einen sofortigen Stopp aller Kranvorgänge an. Der Bediener muss sofort reagieren, wenn er dieses Signal sieht. Dies ist eines der kritischsten Signale, und OSHA erlaubt das Notstoppsignal von jedem, nicht nur von der dafür vorgesehenen Signalperson.
Das Notstoppsignal kann erforderlich sein, wenn im Weg einer Last unerwartete Gefahren auftreten, die Last instabil wird oder eine Person in die Gefahrenzone gerät. Eine schnelle und zuverlässige Reaktion auf dieses Signal kann schwere Unfälle verhindern.
Stopp – Normalbetrieb
Ausführung: Einen Arm seitlich ausstrecken und den Unterarm senkrecht nach oben heben, mit der Handfläche nach vorne.
Was es kommuniziert: Dies signalisiert einen normalen, kontrollierten Stopp des aktuellen Vorgangs.
Alles für Hunde
Ausführung: Hände vor dem Körper verschränken.
Was es kommuniziert: Dieses Signal zeigt dem Bediener an, dass alle Bewegungen gestoppt und die Bremse angezogen werden soll. „Alles festhalten“ bedeutet im Wesentlichen „alles in seiner aktuellen Position sichern“.
Kranfahrsignale
Kran fahren/bewegen
Ausführung: Arm nach vorne gestreckt, Hand geöffnet und leicht angehoben, eine stoßende Bewegung in Fahrtrichtung ausführen.
Was es kommuniziert: Dies zeigt an, dass sich der gesamte Kran in die angezeigte Richtung bewegen soll.
Reisen – Ein Track
Ausführung: Zeigen Sie die zu sperrende Spur an, indem Sie die Faust auf dieser Seite heben. Zeigen Sie die Fahrtrichtung der nicht gesperrten Spur an, indem Sie die andere Faust in kleinen Kreisen vor dem Körper drehen.
Was es kommuniziert: Dieses Signal wird verwendet, wenn sich nur eine Raupenkette eines Raupenkrans bewegen soll, während die andere stationär bleibt, sodass der Kran schwenken oder sich wenden kann.
Reisen – Beide Gleise
Ausführung: Verwenden Sie beide Fäuste vor dem Körper und bilden Sie kleine Kreise, um anzuzeigen, dass sich beide Spuren bewegen sollen. Die Richtung der Kreise zeigt eine Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung an.
Was es kommuniziert: Dies signalisiert, dass sich beide Spuren gleichzeitig bewegen sollen, entweder vorwärts oder rückwärts, abhängig von der Richtung der Kreisbewegung.
Haupthubsignale

Kräne sind mit verschiedenen Hebemechanismen ausgestattet, wobei das Haupthubwerk in der Regel eine höhere Tragfähigkeit aufweist als Hilfshubwerke. Das Haupthubwerk ist der primäre Hebemechanismus und erfordert eine präzise Steuerung.
Anheben der Last
Ausführung: Bewegen Sie die Hand in kleinen horizontalen Kreisen, während der Unterarm senkrecht steht und der Zeigefinger nach oben zeigt.
Was es kommuniziert: Dies signalisiert dem Bediener, die Last mit dem Haupthubwerk anzuheben. Die Kreisbewegung zeigt an, in welche Richtung sich die Seiltrommel drehen soll.
Senken Sie die Last
Ausführung: Mit nach unten ausgestrecktem Arm und nach unten zeigendem Zeigefinger die Hand in kleinen horizontalen Kreisen bewegen.
Was es kommuniziert: Dies zeigt an, dass die Last mit dem Haupthubwerk abgesenkt werden soll. Auch hier ahmt die Kreisbewegung die Bewegung der Kabeltrommel nach.
Haupthebezeug verwenden
Ausführung: Mit der Faust auf den Kopf klopfen, dann normale Hebesignale verwenden.
Was es kommuniziert: Dies weist insbesondere darauf hin, dass die Haupt hissen Für den nachfolgenden Betrieb ist die richtige Seilführung zu verwenden. Dies ist insbesondere bei Kranen mit mehreren Hebezeugen unterschiedlicher Tragfähigkeit wichtig.
Verwenden Sie Whipline (Hilfshebezeug)

Ausführung: Mit einer Hand auf den Ellbogen klopfen, dann normale Hebesignale verwenden.
Was es kommuniziert: Dies signalisiert, dass anstelle des Haupthubwerks das Hilfshubwerk oder die Whipline verwendet werden soll. Die Whipline hat normalerweise eine geringere Tragfähigkeit, bietet in bestimmten Situationen jedoch möglicherweise bessere Positionierungsmöglichkeiten.
Boom-Signale
Der Boom ist der Arm des Krans der nach außen ausfährt und die Last trägt. Eine präzise Steuerung des Auslegers ist für die genaue und sichere Positionierung von Lasten unerlässlich.
Den Boom anheben
Ausführung: Arm gestreckt, Daumen nach oben, Finger soweit nach innen und außen beugen wie eine Lastbewegung gewünscht wird.
Was es kommuniziert: Dies signalisiert dem Bediener, den Ausleger anzuheben, wodurch sich sein Winkel zum Boden ändert und seine Höhe vergrößert wird.
Senken Sie den Ausleger
Ausführung: Arm gestreckt, Daumen zeigt nach unten, Finger soweit nach innen und außen beugen wie eine Lastbewegung gewünscht wird.
Was es kommuniziert: Dies zeigt an, dass der Ausleger abgesenkt und sein Winkel relativ zum Boden verringert werden sollte.
Den Ausleger anheben und die Last absenken
Ausführung: Arm gestreckt, Daumen nach oben, gleichzeitig mit der anderen Hand eine Abwärtsbewegung ausführen.
Was es kommuniziert: Dieses Kombinationssignal zeigt zwei gleichzeitige Aktionen an: das Anheben des Auslegers und das Absenken der Last.
Senken Sie den Ausleger und heben Sie die Last an
Ausführung: Arm gestreckt, Daumen nach unten, gleichzeitig mit der anderen Hand eine Hebebewegung ausführen.
Was es kommuniziert: Dies signalisiert, dass der Ausleger abgesenkt und gleichzeitig die Last angehoben werden soll.
Ausleger ausfahren (Teleskopausleger)
Ausführung: Beide Fäuste vor dem Körper, die Daumen zeigen nach außen.
Was es kommuniziert: Dies zeigt an, dass ein Teleskopausleger nach außen ausgefahren werden soll, um seine Länge zu erhöhen.
Ausleger einfahren (Teleskopausleger)
Ausführung: Beide Fäuste vor dem Körper, die Daumen zeigen zueinander.
Was es kommuniziert: Dies signalisiert, dass ein Teleskopausleger eingefahren und damit seine Länge verringert werden soll.
Ausleger ausfahren (Einhandzeichen)
Ausführung: Eine Faust vor dem Körper, der Daumen zeigt nach außen, der andere Finger ist zur Handfläche hin geschlossen.
Was es kommuniziert: Ein alternatives Signal zum Ausfahren von Teleskopauslegern, nützlich, wenn eine Hand aus Stabilitäts- oder anderen Gründen frei sein muss.
Ausleger einfahren (Einhandzeichen)
Ausführung: Eine Faust vor dem Körper, wobei der Daumen zum Körper zeigt und die Finger zur Handfläche hin geschlossen sind.
Was es kommuniziert: Ein alternatives Signal zum Einfahren von Teleskopauslegern.
Spezialsignale für verschiedene Krantypen
Mobilkranspezifische Signale
Mobilkrane, einschließlich solcher mit Teleskopauslegern und Hydrauliksystemen, weisen spezifische Betriebseigenschaften auf, die spezielle Signale erfordern.
Den Ausleger anheben und die Last absenken
Ausführung: Arm gestreckt, Daumen nach oben, gleichzeitig mit der anderen Hand eine Abwärtsbewegung ausführen.
Was es kommuniziert: Dieses Kombinationssignal ist besonders wichtig für Mobilkräne, bei denen koordinierte Ausleger- und Lastbewegungen üblich sind.
Senken Sie den Ausleger und heben Sie die Last an
Ausführung: Arm gestreckt, Daumen nach unten, gleichzeitig mit der anderen Hand eine Hebebewegung ausführen.
Was es kommuniziert: Dies signalisiert die entgegengesetzte koordinierte Bewegung, d. h. das Absenken des Auslegers beim Anheben der Last.
Kran fahren/bewegen (Mobilkran)
Ausführung: Arm nach vorne gestreckt, Hand geöffnet und leicht angehoben, eine stoßende Bewegung in Fahrtrichtung ausführen.
Was es kommuniziert: Gibt die Fahrtrichtung für die gesamte Mobilkraneinheit an.
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